Google Assistant: Tool gibt dir Kontrolle über Nutzungsdaten

Browser-Plugin macht deine Datenspuren anschaulich

Ein kostenloses Browser-Tool von IT-Forschern macht Grafiken aus deinem Google Assistant Verlauf – und die Datensammlung über dich im Gehirn des Sprachassistenten transparenter. Zudem hilft es beim Löschen.

Das Dashboard bereitet deine Alexa-Daten grafisch auf (Bild: Fraunhofer FIT)
So zeigt die Browsererweiterung in Grafiken, was du mit Google Assistant machst (Bild: Fraunhofer FIT)

Sprachassistenten wie Google Assistant sind oft nützlich – aber sie vergessen nicht, was du sie gefragt hast. So sammeln sie enorme Daten über dich und deine Familie aus dem Gesprächs-Verlauf, behalten Sprachbefehle sogar als Audio-Aufnahmen. Etwa deine Musikvorlieben, Steuerung verbundener Smart-Home-Geräte und was dich sonst noch interessiert. Die Smart Speaker wie Google Nest stehen an sensiblen Orten, mitten im privaten Zuhause und gehen auch mal unbeabsichtigt auf Empfang.

Gespräche werden vom Betreiber ausgewertet

Teilweise werden die gespeicherten Datenspuren auch von Menschen ausgewertet. Mitarbeiter prüfen Berichten zufolge, ob der Sprachassistent die Funktion richtig ausgeführt hat, die gewünscht war.

Browsererweiterung visualisiert Daten

Verbraucher können in Deutschland durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) jederzeit Auskunft über ihre gesammelten Daten oder die Löschung verlangen, betont das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT). Um dies für Nutzer von Google Assistant und Amazon Alexa einfacher und die Daten anschaulich zu machen, bieten die IT-Forscher die kostenlose Browsererweiterung CheckMyVA für Chrome und Firefox an (Abkürzung für Check My Virtual Assistant).

„Bei der Plattform handelt es sich um ein Dashboard, das als Plug-in im Browser läuft. Die User haben hier auf unkomplizierte Weise die Möglichkeit, eine Kopie ihrer Daten zu beantragen. Der Link zu Datenschutzeinstellungen ist schnell auffindbar“, erklärt Dominik Pins, Projektkoordinator und Wissenschaftler am Fraunhofer FIT, Abteilung Human-Centered Engineering and Design.

Google Assistant Daten anfordern

Das Browser-Tool CheckMyVA zieht sich die Datensammlung über dich vom Google-Server und setzt sie in Grafiken um. So kannst du visuell nachvollziehen, was du alles mit dem Google Assistant gemacht hast, wann er zugehört hat. Für Vielnutzer oft ein Aha-Erlebnis, geben sie doch viele Sprachbefehle nahezu unbewusst und wie selbstverständlich.

Um den Google Assistant Verlauf herunterladen zu können, musst du dich mit deinem Google-Konto anmelden. Das Tool lädt im Browser gleich die entsprechende Seite.

Die heruntergeladenen Daten bleiben innerhalb des Browsers und werden nicht an das Fraunhofer FIT übertragen – es sei denn, du erlaubst das im Plugin über „Daten spenden“. Dann können die IT-Forscher sie für Studien nutzen.

Du kannst die Daten im Plugin auch jederzeit löschen.

Deine Gespräche mit Google Assistant werden gespeichert (Bild: artofsmart.de)
Deine Gespräche mit Google Assistant werden auf Servern gespeichert (Bild: artofsmart.de)

Google Assistant Verlauf löschen

Den in deinem Google-Konto gespeicherten Google Assistant Verlauf kannst du mit dem Browser-Plugin CheckMyVA sehr einfach löschen. Es lädt die Seite mit den entsprechenden Einstellungen, auf der du die Speicherung der Interaktionen mit dem Assistenten auch einschränken kannst.

Browser-Plugin Download

CheckMyVA für Google Chrome

CheckMyVA Browser Erweiterung
CheckMyVA Browser Erweiterung
Entwickler: open.INC
Preis: Kostenlos

CheckMyVA für Mozilla Firefox

CheckMyVA Browser Erweiterung
CheckMyVA Browser Erweiterung
Entwickler: open.INC
Preis: Kostenlos

Browser-Tool für Studienzwecke

Das Fraunhofer FIT hat das Datenschutz-Plugin CheckMyVA ursprünglich für eine Studie entwickelt. In deren Rahmen untersuchen und dokumentieren Forscher drei Jahre lang die Nutzung von Sprachassistenten in 33 Teilnehmerhaushalten in ganz Deutschland – Paare und Familien ebenso wie Singles. Eine Rolle spielt dabei auch, ob sich die Haushalte bewusst darüber sind, was mit den Aufnahmen passiert und was sie für den eigenen Datenschutz tun.

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QuelleCheckMyVA
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