Telekom Smart Speaker im Test: Magenta, die deutsche Alternative

Der erste europäische Sprachassistent verspricht mehr Datensicherheit

Der Telekom Smart Speaker hört auf „Hallo Magenta“ und nutzt EU-Server. Er kann telefonieren und zeigt im Test noch weitere Skills. Schwächen gleicht Alexa aus, die auch an Bord ist.

Telekom Smart Speaker Hallo Magenta (Bild: Telekom)
Telekom Smart Speaker Hallo Magenta (Bild: Telekom)

Der erste Smart Speaker aus Europa – Mit diesem Prädikat hat die Telekom bei der Markteinführung für das Gerät geworben. Die erste europäische Alternative zu den Sprachassistenten der US-Konzerne. Seinen Nutzern biete der Magenta Sprachassistent höchste Datensicherheit, betont die Telekom: Die Verarbeitung der Daten erfolge ausschließlich innerhalb der Europäischen Union. Das ist eine der größten Stärken des smarten Lautsprechers. Die trifft allerdings nicht zu, wenn man statt „Hallo Magenta“ die Amazon-Sprachassistentin Alexa aufruft. Sie ist auch an Bord, und schickt die Sprachbefehle natürlich über die Server des US-Konzerns.

Telefonate über den Festnetzanschluss

Die zweite Stärke ist, dass der Smart Speaker speziell für Kunden der Telekom nützliche Features bietet. Man kann damit zum Beispiel richtige Telefonate über den heimischen Festnetzanschluss führen. Der Telekom Smart Speaker wird dafür mit einer DECT-Basisstation verbunden. Eine solche Basisstation sind die Speed­port-Router der Telekom, es funktioniert aber auch mit einigen FRITZ-Box-Modellen*. Der Magenta Sprachassistent wählt die Nummer des genannten Kontakts aus dem Adressbuch. Bei eingehenden Anrufen von gespeicherten Nummern sagt die Stimme, wer anruft.

Wer über das IPTV-Angebot Magenta TV Fernsehen schaut, braucht keine Fernbedienung mehr. Die Ansage „Hallo Magenta, schalte bei Magenta TV auf ARD“ genügt. Auch Informationen zum TV-Programm kann man abfragen oder Sendungen aufnehmen lassen.

Kunden von Magenta Smart Home können mit dem Telekom Smart Speaker ihr Zuhause sprachsteuern. Magenta Smart Home ist mit mehr als 300 Geräten kompatibel: Leuchten, Thermostaten, Bewegungsmeldern, Steckdosen, Kameras und mehr.

Musik hören mit dem Telekom Smart Speaker

Die Soundqualität des Telekom Smart Speakers im Test war in Ordnung – wenn man keine allzu großen Ansprüche hat, vor allem an den Bass. Die Musik klingt für den regulären Gerätepreis (Aktionspreis zur Markteinführung war 99 Euro) etwas flach, da sind die Echo-Lautsprecher von Amazon schon besser. Auf der Rückseite hat das Gerät einen Audio-Ausgang. Auch über Bluetooth kann man stärkere Boxen verbinden.

Der Magenta Sprachassistent unterstützt nur Spotify Connect – eine Funktion, mit der man Musik von der Spotify-App über WLAN an einen Lautsprecher streamen kann. Um andere Musikdienste nutzen zu können, muss man Alexa aufrufen. Webradio ist aber möglich.

Weitere Funktionen von „Hallo Magenta“

Wetter, Timer, Einkaufsliste, Wissensfragen per Wikipedia – die Must Haves lieferte auch der Magenta Sprachassistent im Test. Ein Deutsch-Englisch-Übersetzer ist unter anderem auch dabei, Nachrichten und ein paar Spiele. Den Funktionsumfang von Amazons Alexa mit ihren zahlreichen Skills, die man aktivieren kann, erreicht der Telekom-Assistent bei Weitem nicht. Doch diese Schwäche gleich die Telekom dadurch aus, dass sie Amazons Alexa auch integriert hat.

Es sprechen also zwei verschiedene Frauenstimmen aus dem Telekom Smart Speaker. Je nach angesprochener Assistentin leuchtet der Leuchtring am Speaker blau oder magentafarben. Die Stimme der Telekom klingt holpriger als die von Alexa.

Mikro ausschalten am Telekom Smart Speaker Hallo Magenta (Bild: artofsmart.de)
Mikro ausschalten am Telekom Smart Speaker Hallo Magenta (Bild: artofsmart.de)

Für mehr Privatsphäre lässt sich das Mikrofon am Telekom Smart Speaker ausschalten. Dazu drückt man eine Taste am Gerät. Oder man sagt „Hallo Magenta, Mikrofon aus“. Einzelne oder alle Sprachdaten können über die entsprechende Funktion in der App innerhalb von 90 Tagen gelöscht werden.

Die große runde Fläche oben auf dem Telekom Smart Speaker ist ein Touchpad. Wenn man einmal kurz in die Mitte drückt, kann man einen Anruf annehmen oder Musik pausieren. Drückt man doppelt, legt man auf, stoppt Musik und Ansagen oder lehnt eingehende Anrufe ab. Langes Drücken in die Mitte aktiviert den Sprachassistenten. Den Spruch „Hallo Magenta“ – „Hi Magenta“ funktioniert übrigens auch – kann man sich dann sparen. Und wenn man den Kreis rundherum nachzeichnet, kann man die Lautstärke rauf und runter regeln – je nachdem, ob man im oder gegen den Uhrzeigersinn wischt. Diese Bedienung mit Gesten hat am Telekom Smart Speaker im Test gut geklappt.

Eingerichtet wird das Gerät mit der Hallo Magenta App für iOS und Android.

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