JBL Link Portable im Test: Der wohl flexibelste Smart Speaker

Tragbarer Akku-Lautsprecher für Musikstreaming und mehr

Den tragbaren Akku-Lautsprecher JBL Link Portable kannst du mitnehmen und überall Musik hören. Das und weitere Features machen den Smart Speaker mit Google Assistant extrem flexibel – unser Test.

Nimm ihn mit in die Küche, zum Zähneputzen, aufs Klo, in die Garage, wohin auch immer – Hauptsache, dort ist WLAN. Denn Internet braucht der JBL Link Portable natürlich fürs Musikstreaming. Und für den Google Assistant, der deine Fragen beantwortet und Sprachbefehle ausführt. Einfach von der Basisstation nehmen, auf der er steht und lädt. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber all den anderen Smart Speakern, die an einem Kabel hängen.

Zusätzlich unterstützt der JBL Link Portable Chromecast und Apple AirPlay2 – und er ist wasserdicht. Es macht ihm also auch nichts aus, wenn du ihn ins Bad mitnimmst. Mit all diesen Features ist der Lautsprecher der wohl flexibelste Smart Speaker.

Schlankes, handliches Design

Das Design ist für einen transportablen Smart Speaker sehr passend gewählt. Der JBL Link Portable ist hoch und schlank, so dass man ihn mit einer Hand gut von der Ladestation greifen und mitnehmen kann. Er hat einen Durchmesser von knapp 9 Zentimetern, etwa wie eine Kaffeetasse. 17 Zentimeter ist er hoch.

Der Lautsprecher ist mit einem Stoff bezogen, der sich sehr gut und wertig anfühlt. Erhältlich ist er in sechs verschiedenen Faben. Im Vergleich zum JBL Link 10 und Link 20 ist der Link Portable schöner geworden: Der Stoff geht mit einer Rundung direkt bis zur Oberkante, ohne einen Kunststoffrand. Die vier LEDs, die leuchten, wenn der Google Assistant einen Sprachbefehl verarbeitet, sind jetzt unter dem Stoff integriert.

Wie man den JBL Link Portable hinstellt, ist egal. Der Sound klingt dank 360-Grad-Klang rings um den Lautsprecher gleich gut. Wer was zu feiern hat, stellt die Box am besten mitten rein. Im Gerät ist ein Fullrange-Lautsprecher verbaut, der von den Höhen bis zu einem ordentlichen Bass die volle Bandbreite liefert. Die Box kommt also ohne extra Hoch- oder Tieftöner aus. Der Sound klingt sauber und kraftvoll, die maximal mögliche Lautstärke lässt die Wände jedoch nicht gerade erzittern.

Der Akku hält laut JBL bis zu acht Stunden Musikwiedergabe aus. Das ist jedoch stark davon abhängig, wie sehr der Lautsprecher im Gerät arbeiten muss – also vor allem, wie laut man hört. Man sollte eher von etwa sechs Stunden ausgehen, wenn man auf der sicheren Seite sein will. Dreieinhalb Stunden braucht der Akku, um vom ausgepowerten Zustand wieder aufzuladen. Den Ladestand sieht man auf der Rückseite des Lautsprechers auf der Akku-Anzeige. Auf der Rückseite gibt es auch einen Micro-USB-Anschluss, um den Lautsprecher unterwegs spontan zu laden.

Für Musikstreaming mit Sprachsteuerung kann man auf dem JBL Link Portable die Dienste nutzen, die der Google Assistant unterstützt: Spotify, Apple Music, YouTube Music und Deezer. Webradiosender kann man über TuneIn hören. Andere Dienste wie Amazon Music oder Audible ließen sich im Test nicht direkt nutzen. Wenn man dort Kunde ist, kann man Musik oder Hörbücher aber am Handy oder Tablet abspielen und per Bluetooth auf den JBL Link Portable übertragen.

Wer Apple Music Kunde ist, kann den Dienst auch via AirPlay2 nutzen. Dazu die Musik am Apple Gerät laden und es mit dem JBL-Lautsprecher verbinden. Davor aber muss Apple AirPlay 2 erst per App eingerichtet werden. Mehr dazu ganz unten.

Bluetooth, Chromecast, AirPlay2

Da der JBL Link Portable Bluetooth unterstützt, kann man den Lautsprecher auch außerhalb von Zuhause, also ohne WLAN einsetzen. Zum Training in die Turnhalle mitnehmen ist auch möglich. Die Musik streamt man dann eben vom Handy per Bluetooth auf den Lautsprecher. Der Google Assistant funktioniert ohne Internet allerdings nicht. Es sei denn, man baut mit seinem Handy einen WLAN-Hotspot auf. Damit würde man sein Handy-Datenvolumen aber ordentlich runterreiten.

Die integrierte Chromecast-Funktion des JBL Link Portable ermöglicht es, per Sprachbefehl Videos auf dem Fernseher zu starten. Vorausgesetzt, auch an diesen ist ein Chromecast Stick angeschlossen. Es funktioniert mit Inhalten von Netflix, YouTube und Google Play Filme und Serien. Zum Beispiel: „Ok Google, spiele Stranger Things auf dem Fernseher“. Das Video startet an der Stelle, an der man zuletzt ausgestiegen ist. YouTube-Videos starten mit Befehlen wie „Ok Google, spiele das Video von Rise von Katy Perry ab“. Andere Videodienste – etwa Mediatheken – kann man vom Handy oder Tablet via Chromcast auf den Fernseher streamen. Läuft ein Video, kann man es per Sprachbefehl pausieren und starten.

Fehlt eigentlich nur noch ein 3,5-mm-Klinkenanschluss zum Glück. Den aber verwehrt JBL den Besitzern des smarten Lautsprechers. Er ist eben ein komplett kabelloses Gerät.

Die Spracherkennung des JBL Link Portable funktioniert sehr gut. Google Assistant versteht zuverlässig, was man von ihm will, auch wenn man nicht nahe am Lautsprecher steht. Die Mikrofone, deren Öffnungen man auf der Oberseite sieht, lassen sich auch deaktivieren. Auf der Rückseite des Lautsprechers ist eine Taste dafür. Der Lautsprecher reagiert dann nicht mehr auf „Ok Google“.

Man kann den JBL Link Portable auch am Gerät bedienen. Wer zwei Sekunden auf die Taste mit den bunten Punkten auf der Oberseite drückt, kann auch bei deaktivierter Spracherkennung mit dem Google Assistant reden. Ein kurzer Druck auf diese Taste stoppt die Musikwiedergabe, einen Timer-Alarm oder eine Ansage des Assistant. Links und rechts davon sind die Tasten für die Lautstärke.

Auf der Rückseite des Lautsprechers kann man ihn aus- und einschalten. Für einen Reset des JBL Link Portable drückt man zwei Sekunden lang auf die Mikro-Aus-Taste.

Der Google Assistant wird über die Google Home App eingerichtet. Die installiert man auf dem Handy oder Tablet und fügt den Lautsprecher als neues Gerät hinzu. Für all das ist natürlich ein Google-Konto erforderlich. Zudem müssen Handy und Lautsprecher im selben WLAN sein.

In der Google Home App werden auch weitere Geräte hinzugefügt, die man über die Spracherkennung des JBL Link Portable per Stimme steuern will. Smarte Lampen, Thermostate, Steckdosen – die Zahl von Geräten fürs Smart Home, die mit dem Google Assistant kompatibel sind, wächst ständig. Teilweise sind aber zusätzliche Apps der Hersteller, so genannte Bridges oder ein Smart Hub nötig, um sie zu steuern. Letzteres hat er nicht – wie manch andere Smart Speaker – schon eingebaut.

In der Apple Home App richtet man AirPlay2 ein. Hierzu tippt man auf „Zubehör hinzufügen“ > „Kein Code vorhanden“ oder „Scannen nicht möglich“ > und schließlich auf den Lautsprecher. Ist das geschehen, bekommt er noch einen Namen, und man gibt den Raum an, in dem er steht. So kann er mit Sprachbefehlen angesteuert werden.

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DIE BEWERTUNGS-KRITERIEN
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