HomePod mini im Test: Wie er Apple eine Schrumpfkur verpasst hat

Alle Infos über das kleine Kraftpaket

Sound, Siri, Smart Home: Der HomePod mini im Test. Alle Funktionen im Überblick. Der kleine Smart Speaker hat bei Apple eine unerwartete Entscheidung angestoßen.

HomePod mini in Weiß (Bild: Apple)
HomePod mini in Weiß (Bild: Apple)

Der HomePod mini verkaufte sich schnell so erfolgreich, dass Apple seinen smarten Lautsprecher dauerhaft schrumpft und den großen HomePod nicht mehr baut. Ihn wird man also nur noch kaufen können, solange die Vorräte der Shops noch reichen. Man denkt also mal freiwillig klein bei Apple – eine ungewöhnliche Entscheidung.

Während der bullige HomePod in der Anschaffung recht teuer war und schon als Designmöbel durchging, ist der HomePod mini mit einem Preis von unter 100 Euro in Deutschland und Österreich für eine breitere Kundenschicht relevant. Im Zusammenspiel mit anderen Apple-Produkten kann man die Funktionsvielfalt voll ausreizen. Wir zeigen hier seine wichtigsten Features.

„Der HomePod mini ist der ultimative intelligente Lautsprecher für jeden mit einem Apple-Gerät.“ Mit diesem Satz hat Bob Borchers, Vice President Worldwide Marketing von Apple, bei der Markteinführung die Zielgruppe treffend beschrieben. Wer bereits Apple-Geräte hat, bekommt deutlich mehr als einen kleinen Lautsprecher, mit dem man Musik streamen kann. Attraktiv ist auch die Möglichkeit, mit zwei Homepod Mini Lautsprechern Stereosound zu erzeugen.

HomePod mini Design

Der HomePod mini ist nahtlos mit einem Netzmuster-Stoff bespannt, wie auch schon das große Modell zuvor. Das Netzgewebe ist zum Großteil aus recyeltem Kunststoff hergestellt. Oben ist die Kugel gekappt wie ein Frühstücksei. Auf der Touch-Oberfläche mit ihren spacigen Farben kann man das Gerät lauter oder leiser stellen und Siri mit einem längeren Fingertippen manuell aufrufen.

HomePod mini Lautsprecher

Der Sound des HomePod mini ist satt und kräftig, hier vollbringt die kleine Box Großes. Mitverantwortlich ist die Apple-Technik Computational Audio. Sie analysiert die Musik und verbessert sie automatisch, indem sie die Lautheit und den Dynamikbereich anpasst und den Treiber in Echtzeit entsprechend steuert.

Der Sound wird nicht nach vorn wiedergegeben, sondern am unteren Ende des Lautsprechers nach außen gelenkt. Dadurch entsteht 360-Grad Sound mit gleichmäßigem Klang im ganzen Raum.

HomePod mini Innenleben (Bild: Apple)
HomePod mini Innenleben (Bild: Apple)

HomePod mini Mikrofone

Der HomePod mini fängt die Sprachbefehle an Siri sehr zuverlässig ein. Dafür sorgt ein Ring aus drei Mikrofonen. Ein weiteres, nach innen gerichtetes Mikrofon hört die Wiedergabe des Lautsprechers ab. Die Musik wird dadurch besser vom Sprachbefehl unterschieden. So soll Siri die Kommandos auch dann gut verstehen, wenn gerade Musik läuft.

Musikstreaming mit HomePod mini

Musikstreaming am HomePod mini funktionierte zum Verkaufsstart noch nicht mit allen namhaften Streamingdiensten. Natürlich wird Apple Music unterstützt, Amazon Music ist angekündigt. Webradio kann man über TuneIn hören. Man kann aber auch Spotify auf dem HomePod hören, muss dazu aber AirPlay nutzen.

Handoff mit iPhone am HomePod mini (Bild: Apple)
Handoff mit iPhone am HomePod mini (Bild: Apple)

Handoff am HomePod mini: Musik mitnehmen

Mit Handoff kann man das, was am HomePod mini gerade läuft, mitnehmen. Dazu das iPhone an den Lautsprecher halten. Dann wird die Wiedergabe automatisch auf dem iPhone fortgesetzt.

Der Homepod mini verschmilzt natürlich nur mit anderen Apple-Produkten zu diesem geräteübergreifenden Nutzungserlebnis. Der Sound läuft nach der Handoff-Übergabe nahtlos weiter, beginnt nicht etwa von vorn. Wer also mit dem HomePod mini zum Frühstück einen Podcast, einen Radiosender oder eine Playlist hört und zur Arbeit aufbrechen muss, kann die Wiedergabe aufs iPhone umswitchen, indem es vor den HomePod mini gehalten wird. Das iPhone bestätigt die Übergabe mit einer kurzen Vibration, einer Art Klopfen. Im Auto kann es dann mit Apple CarPlay weitergehen.

Das iPhone zeigt auch weitere Features, wenn es neben dem Homepod mini liegt. So erscheinen personalisierte Hörempfehlungen auf dem Display und Steuerelemente, die man sofort und ohne Entsperren des Handys nutzen kann. Auch mit anderen Apple-Geräten arbeitet der HomePod mini zusammen.

Apple TV Ton am Homepod mini ausgeben

Wer über Apple TV Serien, Filme und Dokus schaut, zum Beispiel vom hauseigenen Streamingdienst Apple TV+, kann den Ton am HomePod ausgeben lassen. In vielen Fällen dürfte die Soundqualität besser sein als die des Fernsehgeräts.

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Trailer zum HomePod mini

Sprachassistent Siri

Ein Smart Speaker ist der HomePod mini dank Sprachassistent Siri. Mit dem Sprachbefehl „Hey Siri“ geht einiges: Musik hören, Nachrichten, Wetter, Verkehr, Notizen, Erinnerungen und Kalendereinträge ansagen lassen und sogar Telefonieren. Letzteres tut Siri im Zusammenspiel mit dem iPhone.

Man kann einen musikalischen Wecker stellen und sich mit einer Playlist, einem bestimmten Song oder mit einem Radiosender aus dem Repertoire von Apple Music wecken lassen. Andersherum kann Siri einen Schlaftimer stellen, und einen mit Ambient Sounds wie Regen, Kamin oder Bachgeplätscher in den Schlaf lullen.

Siri kann erkennen, wer gerade spricht, um Musik und Podcasts auf den jeweiligen Nutzer und dessen Vorlieben anzupassen.

„Wo ist“ hilft bei der Suche nach einem verlegten iPhone, iPad, iPod touch, Mac oder einer Apple Watch. Auf dem gesuchten Gerät wird ein Ton abgespielt.

Lässt man Siri etwas im Internet suchen, kann das Ergebnis direkt an das iPhone des Nutzers gesendet werden.

Siri steuert das Smart Home, wenn es im Haushalt kompatible HomeKit-Geräte gibt. Mit einem Sprachbefehl an Siri kann man das Licht ausschalten, die Temperatur ändern, die Türen verriegeln oder eine Szene einzurichten. Das bedeutet, mit einem Sprachbefehl lassen sich mehrere verknüpfte Aktionen auslösen, wie zum Beispiel das Licht dimmen und Musik spielen.

Siri Kurzbefehle, die auf dem iPhone und iPad erstellt wurden, kann man auch auf dem HomePod mini abrufen.

HomePod mini im Alltag (Bild: Apple)
HomePod mini im Alltag (Bild: Apple)

HomePod mini als Smart Home Steuerzentrale

Der HomePod mini kann ebenso wie der HomePod, ein iPad oder Apple TV 4K als Steuerzentrale für Smart Home Geräte dienen. Auch mit Zugriff von unterwegs über die Home-App.

Den HomePod mini zur Steuerzentrale machen ist einfach: Nach dem ersten Einrichten ist er es automatisch. Voraussetzung ist, dass der HomePod mini mit derselben Apple-ID eingerichtet wurde, mit der auch die Smart Home Geräte in der Home App auf dem iPhone angemeldet wurden.

HomePod einrichten

Die Einrichtung des HomePod mit einem iPhone ist einfach. Es erkennt den Lautsprecher automatisch und leitet durch die Konfiguration. Um den HomePod in HomeKit zu integrieren, muss zum Beispiel nur das Display oben auf dem Lautsprecher abfotografiert werden.

HomePod und Datenschutz

Wer nicht möchte, dass die Mikrofone im HomePod immer mithören, kann in den Geräte-Einstellungen die Funktion „Auf ‚Hey Siri‘ achten“ deaktivieren. Um den Sprachassistenten etwas zu fragen, muss man dann länger auf das Display oben am Lautsprecher tippen.

Informationen werden laut Apple nur über die Firmenserver gesendet, wenn „Hey Siri“ lokal auf dem Gerät erkannt wird oder der Nutzer Siri durch Berührung aktiviert. Anfragen würden nicht mit der Apple-ID des Nutzers verknüpft. Außerdem verkaufe Apple persönliche Informationen nicht an Werbeunternehmen oder andere Organisationen.

In den Einstellungen kann auch Persönliche Anfragen an- oder abstellen. Das betrifft den Zugriff auf Nachrichten, Erinnerungen oder Kalenderereignisse, wenn das iPhone in der Nähe ist.

Der HomePod mini arbeitet laut Apple mit dem iPhone zusammen, ohne diese Informationen an Apple weiterzugeben. Anfragen nach Nachrichten und Notizen zum Beispiel würden direkt auf dem Gerät verarbeitet.

Interkom auf Apple-Produkten (Bild: Apple)
Intercom Nachricht auf verschiedenen Apple-Geräten

Interkom-Nachrichten senden

Über Intercom kann man vom HomePod mini aus Sprachnachrichten auf die Apple-Geräte anderer Familienmitglieder schicken – auch an alle gleichzeitig. Ähnlich wie die Ankündigung bei Amazon Alexa.

Natürlich kann der Lautsprecher auch Intercom-Nachrichten empfangen. Intercom funktioniert auch mit iPhone, iPad, Apple Watch, AirPods und CarPlay. So kann jeder im Haushalt Siri eine Intercom-Nachricht schicken lassen, auch von unterwegs.

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Anzeige | Zuletzt aktualisiert am 10. Mai 2021 um 6:47 Uhr. Preis kann sich ändern. Weitere Infos

HomePod mini Preis

Der HomePod mini ist in den Farben Weiß und Space Grau erhältlich. Er kostet knapp unter 100 Euro. Preis zur Markteinführung war 96,50 Euro.

Der Homepod Mini war erst in Deutschland, dann auch in Österreich erhältlich. In der Schweiz ist er offiziell noch nicht erhältlich, es gibt aber Onlineshops, die ihn verkaufen. Es empfiehlt sich, für mehr Funktionen die Sprache von Deutsch (Schweiz) auf Deutsch (Deutschland) umzustellen.

Eine optimierte Energiersparfunktion sorgt laut Apple für einen stromsparenden Betrieb des HomePod mini. Außerdem eine „hocheffiziente Steuerung der Stromversorgung“. Die meiste Zeit ist der Lautsprecher im Energiesparmodus.

Für die Herstellung werden recycelte Materialien verwendet, etwa recycelte Seltenerdelemente im Lautsprechertreiber.

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