Google Nest Mini im Test: Der Sound rockt nicht, aber dieses Feature!

Kompakter, guter Smart Speaker für kleines Geld

Der Google Nest Mini ist ein vielseitiger, kompakter Assistent für den Alltag. Für echten Musikgenuss ist er zu klein. Ein Feature aber ist toll.

Google Nest Mini
Google Nest Mini in der Farbvariante Koralle

Knappe 10 Zentimeter Durchmesser, keine fünf Zentimeter hoch – der Google Nest Mini ist tatsächlich ein sehr dezentes Gerät. Mit dem kompakten Smart Speaker steht der Suchmaschinenkonzern in Konkurrenz zum Echo Dot. Der Google Nest Mini allerdings ist leichter und im Vergleich der Regulär-Preise etwas günstiger. Für weniger Geld kann man einen smarten Lautsprecher eigentlich nicht in den Haushalt holen, der Fragen beantwortet, sich Termine merkt, auf Zuruf Musik spielt, die Lampen im Smart Home anschaltet und vieles mehr. All das ermöglicht der Google Assistant, der als Künstliche Intelligenz im Gerät steckt.

Blitzschnelle Antworten auf Fragen

Der Google Nest Mini ist die 2. Generation des kleinen Smart Speakers, der zunächst als Google Home Mini auf den Markt kam. Im Vergleich zum Vorgänger hat der Google Nest Mini einen Textilbezug aus recycelten Plastikflaschen, um ihn nachhaltiger zu machen. Erhältlich sind die Farben Kreide, Karbon und Koralle. Bei der Funktion ist eine wesentliche Neuerung, dass der Google Nest Mini Sprachbefehle direkt auf dem Gerät verarbeitet und nicht erst über die Server von Google schickt. In unserem Google Nest Mini Test sorgte das für blitzschnelle Reaktion auf viele (Standard-)Fragen.

Google Nest Mini und Chromecast: Starkes Gespann

Ein tolles Feature ist die integrierte Chromecast-Technologie – also das Zusammenspiel des Google Nest Mini mit den kleinen Streaming-Media-Sticks von Google. Der Chromecast Audio lässt sich einfach per Klinkenstecker an Boxen und Stereoanlagen anschließen und verbindet sie so mit dem Google Nest Mini. Auf diese Weise ist Musikstreaming auf hochwertigen und mehreren Boxen im Haushalt möglich (Multiroom).

Wer einen Chromecast im HDMI-Eingang des Fernsehers stecken hat, kann den Google Nest Mini per Sprache anweisen, auf dem TV Videos von Youtube, Netflix und Google Play Filme & Serien wiederzugeben. Steuerungsbefehle wie Start, Stopp oder Pause sind mit allen Videos möglich, die über den Chromecast auf den Fernseher gestreamt werden, auch vom Smartphone und Tablet.

Den Google Nest Mini über einen Chromecast mit besseren Boxen zu koppeln, liegt nahe. Denn der Sound des kleinen Smart Speakers rockt seiner Größe entsprechend nicht den Raum. Immerhin aber hat die aktuelle Version des Geräts mehr Bass als die erste Generation. Die 40-mm-Lautsprecher liefern 360-Grad-Sound. Um zwischendurch ein paar Lieder nach Laune oder Webradio zu streamen, reicht’s allemal. Man kann auch zwei Google Nest Mini als Stereo-Paar einrichten. Wer höhere Ansprüche hat, kann auch zum größeren Google Home Lautsprecher [Hier im Test] greifen.

Musikstreaming mit Google Nest Mini

Musikstreaming-Dienste, die der Google Nest Mini unterstützt, sind Spotify [im Test], Deezer [im Test], YouTube Music [im Test], Apple Music [im Test] sowie der Webradio-Anbieter TuneIn [im Test]. Amazon Music [im Test] kann man nicht direkt nutzen. Auch andere Dienste wie Napster, Aldi Music oder Audible kann man nur auf dem Google Nest Mini hören, indem man sie per Bluetooth vom Smartphone oder Tablet auf den Lautsprecher streamt.

Der Google Nest Mini unterstützt Bluetooth. Der Sprachbefehl „Ok Google, stell eine Bluetooth-Verbindung her“ verbindet den Google Nest Mini unkompliziert mit dem Gerät, mit dem er zuletzt gekoppelt wurde. Einen Klinken-Stecker hat er nicht.

Google Nest Mini
Nur rund 4 Zentimeter hoch: Der Google Nest Mini

Google Nest Mini: Aufmerksame Mikrofone

Die drei Fernfeld-Mikrofone im Google Nest Mini fangen die Sprachbefehle im Test sehr zuverlässig ein, auch aus größerer Distanz. Sie müssen mit den Worten „Ok Google“ oder „Hey Google“ beginnen. Auf der Oberseite des Google Nest Mini leuchten dann vier LEDs weiß auf, der Lautsprecher wartet auf seinen Befehl. Die Aktivierungsworte lassen sich nicht ändern. Per Voice Match-Technologie kann der Google Nest Mini bis zu sechs Personen im Haushalt auseinanderhalten und ihnen jeweils eigene Antworten präsentieren. Die Tochter sollte aber zum Beispiel möglichst nicht ähnlich klingen wie die Mutter – sonst bekommt sie vielleicht doch deren Infos vorgetragen.

Möchte man einmal nicht, dass der Google Nest Mini zuhört, kann man die Mikrofone abschalten. Der Schiebeschalter dafür ist seitlich hinten am Gerät. Die vier LEDs leuchten dann durchgehend orange.

Google Nest Mini am Gerät steuern

Am Gerät gibt es noch mehr Möglichkeiten, den Google Nest Mini auch ohne Sprache zu bedienen. So leuchten zusätzliche LEDs für die Lautstärkesteuerung auf, wenn man sich dem Lautsprecher nähert. Das kann man in der Google Home App konfigurieren. Um lauter und leiser zu stellen, tippt man am rechten oder linken Rand. Um Musik zu starten und zu pausieren, kann man auf die Mitte des Lautsprechers tippen. Für die Montage an der Wand hat der Google Nest Mini eine Aussparung auf der Rückseite. Damit kann man ihn aufhängen und braucht keine extra Halterung zu kaufen. Das geht mit dem kugelrunden Echo Dot nicht so einfach.

Alltagshelfer und Smart Home Steuerung

Der Google Assistant ist ein vielseitiger Helfer im Alltag. Er kennt das Wetter und die Verkehrslage auf dem Weg zur Arbeit, kann einen Wecker oder Timer stellen und Nachrichten abspielen. Auch für Unterhaltung ist gesorgt, mit Musikstreaming, Webradio oder einer Runde „Triviatschi“-Quiz.

Wer sich kompatible Smart Home Geräte anschafft, kann sein Zuhause über den Google Nest Mini per Sprache steuern. Zwar hat der kleine Lautsprecher keinen Smart Hub integriert – also keine Steuerungszentrale, die ein eigenes Smart-Home-Funknetz aufbaut. Dennoch muss man nicht zwingend eine so genannte Bridge kaufen. Geräte wie z.B. Glühbirnen, die mit „Made for Google“ gekennzeichnet sind, können direkt in der Google Home App mit dem Assistant verbunden werden.

Geräte, auf denen „Funktioniert mit Google Assistant“ steht, benötigen eine Bridge bzw. einen Hub, eventuell auch zusätzlich eine App des Herstellers.

Laut Google kann man mit dem Google Assistant über 30.000 Smart-Home-Geräte steuern – von Lampen bis zum Fernseher, von Steckdosen über Rauchmelder bis zu Thermostaten. Zentrale des Ganzen ist die Google Home App. Hier wird der Google Nest Mini Lautsprecher nach dem Kauf das erste Mal eingerichtet, und auch alle weiteren Geräte werden hier verbunden. Selbstredend ist dafür ein Google-Konto nötig.

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